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Lesestoff #02 2013


Die süße Saat der Tränen von Edwindge Danticat. Innerhalb einer Woche gelesen, das heißt schon was für mich ;-)
Es war ein richtiger Glücksgriff, denn bei der lesenden Minderheit hieß es "Leßt ein Buch mit grünem Cover". Also bin ich zur Bibliothek gegangen und habe mir "Die süße Saat der Tränen ausgeliehen". 
Ich stelle es auch hier vor, da Amabelle das Nähen liebt und sich mit dem Nähen nach ihrer Flucht nach Haiti etwas Geld verdient. 
"Ich liebte das nähen; ich genoß es, meinen Zeigefinger in den fingerhut gekrümmt zu fühlen, freute mich viele Stunden daran, zu sehen, wie die Nadel sich hob und senkte, und achtete sorgsam darauf, wie der dünne Faden sich durch den Stoff wand. Ich benutzte nie eine Maschine, denn sie hätte mir viel von diesem körperlichen Vergnügen genommen." (Seite 255)
Ansonsten spielt das Nähen nur eine untergeordnete Rolle. 
Die Haitianerin Amabelle hat mit 8 Jahren ihre Eltern verloren und lebt seitdem als trauriges Dienstmädchen bei einer Dominikanischen Familie. Es ihr gut, da die Familie nett zu ihr ist, doch nachts wird sie von den Bildern ihrer sterbenden Eltern verfolgt.
1937 hat sich die politische Lage so zugespitzt, dass Haitianische Hilfsarbeiter auf der Straße umgebracht werden. Ihr Freund möchte so schnell wie möglich wieder nach Haiti, um den Unruhen zu entgehen. Amabelle erfährt von einer Fluchtmöglichkeit und schickt ihren Freund und seine Schwester zu einem Treffpunkt, um durch einen Transport über die Grenze zu gelangen. Während sie noch bei ihrer "Herrin" ist, erfährt sie, dass der Treffpunkt aufgeflogen ist, und die Menschen verschleppt wurden. Sie beschließt ihren Freund zu suchen und selbst zu fliehen. Es ist eine Geschichte der Trauer, der Liebe, des schlechten Gewissens, von Leben und Tod. Warum lebt Amabelle und warum sterben andere? Warum starben ihre Eltern aber sie nicht? Warum wurde ihr Freund verschleppt und war sie daran schuld? Warum kam sie zu spät zu dem Treffpunkt?

Ich konnte das Buch kaum noch aus den Händen legen. Ein Buch das zum Nachdenken anregt.

 Eine ausführliche Rezension habe ich bei der Lesekost gefunden.

This article is about  the book "The Farming of Bones" by Soho Press Inc., New York, USA. 

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