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Transfertechnik

Die Transfertechnik wir u.a. auch Fototransfertechnik genannt.
Dieser Beitrag enthält Werbung, unbeauftragt  und unbezahlt z.B. wegen Produktnennung. Alle Produkte wurden von mir selbst gekauft. (so.... das hätten wir also geklärt)
Die Transfertechnik ist eigentlich ganz einfach, wenn Ihr die richtigen Dinge besitzt. 


Ihr braucht 
 1) ein Bild oder Texte, die Ihr übertragen möchtet. Das können z.B. Fotos sein oder aber auch Laserdrucke. Ich nehme gerne Bilder aus Zeitschriften oder Seiten aus alten Büchern und Mangas.
 2) ein Medium auf das Ihr das Bild übertragen möchtet, z.B. Stoff oder Organza (man kann auch auf Papier und Pappe, Holz, Fimo uvm. übertragen).
 3) Gel Medium. Ich benutzte Gel Medium von Amstadam, dass es z.B. Boesner zu kaufen gibt. Das Gel Medium ist eine transparente Acrylfarbe (Acrylbasispaste). Ich habe auch schon gehört, dass man Lavendelöl statt dem Gel Medium nehmen kann, hab ich allerdings noch nicht ausprobiert.
3) Pinsel, Bügeleisen, Backpapier, Wasser.



Im ersten Schritt pinselt Ihr alle Bilder und Texte mit dem Gel Medium ein. Ihr solltet die Seiten oder Schnipsel schon so arrangieren, wie sie später liegen sollen. 


Dann kommt der Stoff dran. Wenn Ihr auf Baumwolle transferieren möchtet, müsst Ihr im zweiten Schritt den Stoff einpinseln. Bei Organza geht vieles durch das Material durch, deshalb lege ich es zuerst auf die Bilder und pinsel danach noch einmal Gel Medium drüber. Nach dem Einpinseln, den Pinsel gut auswaschen. Wenn man das vergisst, kann man den Pinsel wegwerfen.
Jetzt heißt es trocknen lassen. Ihr könnt mit einem Föhn nachhelfen, wenn Ihr es eilig habt.



Der nächste Schritt ist sehr wichtig: Fixieren. Ich habe ihn schon mal vergessen und das Ergebnis war dann sehr löchrig.


Mit dem Bügeleisen, mehrfach über die Seiten bügeln. Das Backpapier dient als Schutz, a) falls doch noch etwas Acryl nicht ganz getrocknet ist, b) Organza würde sonst schmelzen. Bei Baumwolle könnt Ihr den Stoff auch einfach von hinten bügeln, wenn Ihr sicher seit, dass alles trocken ist.



Im nächsten Schritt wird das Papier entfernt. Ich lege dazu meinen Stoff in eine Box und fülle diese mit Wasser, so dass alles bedeckt ist. Mit den Fingern und einem kleinen Schwamm rubbel ich nun das Papier ab. Es entsteht eine ziemliche Brühe, ggf. muss das Wasser gewechselt werden. 

Dann muss wieder getrocknet werden.


Nach dem Trocknen kann es sein, dass einige Bilder noch einen weißen Schimmer haben. Dann ist noch Papier über dem Bild, und es muss noch ein einmal mit dem Schwamm nachgeholfen werden.

Das schöne am Organza ist, dass man die linke und rechte Seite benutzten kann. Wenn man die Bildseite benutzen möchte, die auch bei Baumwollstoff oben ist, dann muss man daran denken, dass das Bild gespiegelt ist. Nimmt man bei Organza die rechte Seite, dann kann man weiterhin alle Texte lesen.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Kommentare

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Liebe Ann, sehr interessant dein Post. Leider kann ich die Bilder nicht sehen. Ich habe auch schon so etwas probiert. Aber ich hatte ein anderes Medium aus dem hiesigen Bastelladen. Funktioniert auch auf Holz. Das Ergebnis war klasse.
    Liebe Grüße, Marita

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    1. Vielen Dank für den Hinweis mit den Bildern. Ich weiß nicht, was da passiert ist. Über Nacht wurden meine Bildadressen durch andere ausgetauscht.... Nach dem Erstellen des Posts konnte ich alle Bilder sehen. Jetzt waren dort Adressen von G...gle, doch meine Bilder liegen auf einem anderen Server. Ich habe jetzt wieder meine Bilder eingefügt, in der Hoffnung, dass es nicht wieder passiert.

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  3. Liebe Ann, vielen Dank für diese interessante Anleitung, die kommt mir wie gerufen. Mit Lavendelöl hab ich's schon mal probiert, hat sich aber sehr stark verwischt, Konturen sind keine sichtbar (oder ich hab was falsch gemacht). Ich freu mich also über deine Tipps; die Bilder sind übrigens prima zu sehen.
    LG eSTe

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