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Das Tapfere Schneiderlein

 


Es war einmal ein sehr unvernünftiger König. Um die Tapferkeit des Verlobten seiner Tochter zu prüfen, ließ er ihn erst die Riesen im Wald umbringen, anschließend das Einhornmännchen  und zuguterletzt das Wildschwein fangen. 
Was er nicht bedachte war jedoch, dass es die letzten Riesen auf der Welt waren. Heute gibt es keine Riesen mehr im Wald. Auch bedachte er nicht, dass Einhörner eigentlich friedliebende Tiere sind. Das Einhorn, dass der Verlobte fing war nur so wütend, da er es vorher mit einem Pfeil in den Hinterlauf getroffen hatte. Im Zielen war er nämlich nicht sehr gut. 
Das Einhornpärchen im Wald des Königs war wie die zwei Riesen das letzten auf der Welt. Nachdem das Männchen gefangen worden war, lief das Weibchen davon und wurde nie wieder in einem normalen Wald gesehen. Kleine Mädchen bereichten, dass sie Einhörnern in Fabelwäldern gesichtet haben wollen. Doch wir Erwachsenen haben leider keinen Zugang zu diesen Wäldern und müssen den Mädchen vertrauen. 
Das Wildschwein konnte aus der Kapelle entwischen, in die es eingesperrt worden war. Das ist der Grund, warum wir auch heute noch Wildschweine bei uns in den Wäldern antreffen.

Nachdem das tapfere Schneiderlein viele Jahre glücklich mit seiner Prinzessin, die mittlerweile Königin geworden war, gelebt hatte, wurde ihm langweilig. Es musste sich ja um nichts mehr kümmern. Keine Aufgaben, keine Heldentaten mehr. Und so besorgte es sich eines Tages wieder Nähmaterial: Schere, Bügeleisen und ein Maßband (statt Elle). Er nähte viele schöne Kleider für sich selbst aber auch für seine Frau und seine Freunde. Jetzt da es ihm an nichts mehr fehlte konnte er auch teilen.

Gesammelt werden die Märchen bei Maika. Dort habe ich auch diesen super schönen Einhornstoff gewonnen.

Kommentare

  1. Liebe Anna, hach, das ist aber Mal eine schöne Geschichte.
    Ebenso wie dein Einhornbild oder ist es eine Karte?
    Liebe Grüße, Marita

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  2. Da hast du dir ja eine fantasiereiche Geschichte rund um das Einhorn ausgedacht.
    LG eSTe

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  3. Wie recht du hast. Nie erfährt man, was nach dem Happy End passiert. Klar, dass es dem Schneider irgendwann zu langweilig wurde ... :-) viele liebe Grüße maika

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