Direkt zum Hauptbereich

Das war 2021

Noch wenige Tage, dann ist das Jahr zuende. Zeit um auf das vergangene Jahr zurück zu blicken. In einem vorherigen Post hatte ich (ganz mysteriös) geschrieben, dass sich mein Leben verändert hat. Im Grunde kommen diese Veränderungen schleichend und ja im Grunde waren es gute Veränderungen, denn das reale Leben hatte im Sommer wieder fahrt aufgenommen. Negativ war, dass im Sommer klar wurde, dass unsere häuslichen Veränderungen in diesem Jahr nicht mehr umzusetzen sind. Nun hoffe ich, dass es in diesem Punkt im nächsten Jahr positiver vorangeht.

Wenn ich so durch meine Projekte stöbere, muss ich voll Erstaunen sagen, dass ich einige davon nicht in diesem Jahr erwartet hätte. Aber sie sind aus diesem Jahr. So zum Beispiel meine selbst genähte Jeans. Im Frühjahr nähte ich mir eine Jeans und habe nun endlich einen Hosenschnitt, der mir gefällt. Zwei Oberteile kamen in meinem Kleiderschrank auch dazu.

Jeans
Shirt
Begonnen hatte ich das Jahr im „Kartenwahn“. 100 Karten wollte ich herstellen. Jeden Tag eine, dies hatte ich bereits 2020 begonnen. Als ich 100 Karten hatte, war ich traurig und habe weiter gemacht. Der Kartenrausch ebbte nach ungefähr 130 Karten ab.
Karten in gelbKarten
Kartenset

Im Januar startete auch das Große Jahr der Miniaturen und beim Mittwochsmix und ArtJournaling war ich recht aktiv dabei: Drucken, Malen, Oberflächengestaltung. Die vielen Experimente machten so richtig Spaß. Das Jahr der Miniaturen habe ich Mitte Oktober abgebrochen und auch den Mittwochsmix und das ArtJourneling verfolge ich im Moment nicht mehr.
 
Aus dem Wunsch das Fotografieren zu vertiefen wurde nicht viel. In zwei Projekten nahm ich ein paar mal teil, doch sie packten mich nicht so, wie ich es erhofft hatte. Die Themen waren zu kurzfristig bekannt gegeben und die Kommentare nicht motivierend.

Weg
Blumenzusammenstellung

Im Juli wurde ich zur zweiten Vorsitzenden des Patchwork-Treff Berlin-Brandenburg gewählt. Ich glaube dies war der Auslöser, dass ich meine klassischen Patchwork-Projekte wieder mehr in den Fokus rückte. Wir konnten uns wieder real treffen. Einige Zeit geht seitdem in die Planung von Projekten.
 
Ein Patchwork-Jahresprojekt hatte ich im Januar begonnen. Leider merkte ich beim Zuschnitt, dass der Stoff nicht reichen würde. Dies führte dazu, dass erst einmal alles in der Ecke landete. Sehr verspätet begann ich an meinem Jahresprojekt weiterzuarbeiten (September) und konnte es letzte Woche beenden. Ehrlich gesagt, es ist nicht so geworden, wie geplant und so sehr zufrieden bin ich damit auch nicht. Es passt einfach zu diesem Jahr. (Hierzu plane ich einen gesonderten Post am 31.12.2021)

Zuschnitt

Quilt am Wasser


Quilt mit Eli und Ameise

 
Sehr glücklich bin ich über meinen Scrapquilt, den ich nach der Anleitung „Ragtime“ von Sarah Fielke genäht habe. Dies ist mein Nicht-Coronaquilt, weil ich ihn vor Corona angefangen hatte und dann hauptsächlich daran arbeitete wenn die Zahlen unten waren. (Hierzu plane ich einen gesonderten Post am 30.12.2021)

Scrapquilt

 
Und was macht das Stricken? Gestrickt habe ich in diesem Jahr so wenig wie seit 2014 nicht mehr. Und das, obwohl ich in diesem Jahr noch einmal Zuwachs bei meinen Strickmaschinen bekommen habe. Es gab aber auch Schwierigkeiten mit der „Standardmaschine“. Sie wollte nicht so wie ich und ich konnte den Grund nicht erkennen. Danach gab es erst einmal eine Strickmaschinenpause.

Blumensocken

Sommershirt


 
Sportlich lief nicht viel. Neben Fahrten im Sommer mit dem Rad, einmal in der Woche ins Büro, habe ich mich nicht viel bewegt.
 
Was führt dazu, dass man sich zu einer bestimmten Richtung in seiner Freizeit nicht mehr motivieren kann? Ist es die Zeit, die fehlt, um alles zu verfolgen? Warum kann ich mich mal für das eine, mal für das andere begeistern? Sind es die Anstöße von außen? Lange dachte ich, dass mir die realen Treffen eigentlich nicht so wichtig sind, solange man sich online austauschen kann. Sie waren mir in der Vergangenheit auch schon mal zu viel. Doch ich glaube da habe ich mich geirrt. Ich war sehr enttäuscht, als im Dezember unser Vereinstreffen ausfiel. Auch wenn man es im Moment nicht direkt merkt beflügeln einen die Ideen unterbewusst und auf lange Sicht. Ich hoffe, dass wir uns im nächsten Jahr wieder vor Ort treffen können.
 
Im nächsten Jahr stehen ein oder vielleicht auch zwei Umzüge an. Das macht es schwer neue Pläne aufzustellen. Aber ohne neue Ideen und Pläne kann ich nicht. Ganz oben steht ein Quilt aus kleinen Quadraten angelehnt an eine Anleitung mit dem Namen „Rosige Zeiten“ (von Sarah Fielke), dann mein Würfelquilt (Zufallsquilt), neulich habe ich einen Quilt Sew Along entdeckt, bei dem es mir auch in den Fingern juckt. Hach und wer weiß, was ich in den nächsten Tagen noch entdecken werde.


Kommentare

  1. Liebe Ann, ich kann dich sehr gut verstehen, eine Zeitlang war das Entschleunigen gut, aber nun nervt es... mir fehlen auch unsere Vereinstreffen, hoffen wir also auf 2022. Deine Quilts sind alle toll geworden. LG Tatjana

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Patchworktage 2025

Diese Post enthält Werbung durch Namensnennungen. In den letzten Tagen fanden die Patchworktage 2025 der deutschen Gilde in Goslar statt. Es waren wieder sehr schöne Ausstellungen anzusehen. In diesem Jahr habe ich an verschiedenen Ausschreibungen teilgenommen. An der Kasse entdeckte ich meine AMC (10x15cm), die ich der Gilde mit Geburtstagsgrüßen zugesendet hatte. Der nächste Quilt, wurde für die Ausschreibung "Von Moers nach Goslar" angefertigt. Da beide Städte in der Vergangenheit mit dem Bergbau in Verbindung standen, sollte der Quilt silber und schwarz sein. Der Quilt sollte eine Geschichte erzählen oder nur die Kontraste darstellen. Ich habe mich für die Kontraste entschieden. Der Bergbau war die Hoffnung der Städte und Sterne stehen auch für die Hoffnung. So entstand der zuvor gezeigte kleine Quilt (15x30 cm)  Die Gilde feiert in diesem Jahr 40. und somit rubinroten Geburtstag. Alle Quilts dieser Ausschreibung enthalten Soffe aus einem Stoffbrief und zusätzlich nur rot...

Minideckis und mehr

  Nach einem Monat der Stille melde ich mich mit einer kleinen textilen Schale und vielen anderen Nähtemen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht genäht hätte, aber zum Teil habe ich vergessen, die Dinge zu fotografiernen und manchmal fehlte einfach die Zeit zwischen vielen anderen Dingen des realen Lebens. Genäht habe ich in der letzten Woche einen japanischen Wendebeutel. In der vorletzten Woche nähte ich eine Mühlentasche. Allerdings nicht aus Quadraten, sondern aus Streifen. Die Streifen sind 15x60 cm groß. Die Größe ergab sich aus der Breite und Länge des Patchworklineals. Heute haben wir uns wieder zum Babydecken-Nähen getroffen. Bevor es losging, wurden erst einmal die Decken bewundert, die einige von uns im letzten Monat zu Hause genäht haben. Es war ein ganzer Stapel. Jede einzelne Decke ein richtig schönes Unikat.  Die Decke auf dem nächsten Bild ist von mir.  Nach dem "Show&Tell" ging es an die Arbeit. Weitere Decken sind fertig geworden. Auf dem folgenden Bil...

Modern Flexagon

  Meine ersten Hexagon für die Jahreschallenge der Gilde sind fertig.  Die Patchwork Gilde Deutschland e.V. veranstaltet diesem Jahr einen Online-Sew-Along zum Thema "Modern Flexagon". Flexagon, da es ein flexibles Projekt ist. Jede Teilnehmerin kann ihr eigenes Design wählen. Genäht werden Hexagone. Die Höhe der Hexagone ist 18 cm. Es müssen nicht alle Hexagone genäht werden. Es können die einzelnen Vorlagen auch mehrfach genäht werden. Vorgeschlagen wurde, zuerst eine Hintergrund zu quilten und dann die Hexagone zu applizieren. Dies ist nicht meine Wahl. Ich werde die  Hexagone klassisch verbinden und Dreiecke zwischen setzen. Die Anordnung wird sich  später noch ergeben. Heute gibt es erst einmal eine "sneek peek" auf die fertigen Hexies. Und woran arbeitet Ihr gerade so? Mal sehen, ob ich beim Sampstagsplausch mehr erfahre.