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Von Pläne und Zielen und einer neue Jacke

Ein halbes Jahr war es sehr ruhig auf meinem Blog.  Mehrfach habe ich überlegt, etwas zu posten, doch dann kam etwas dazwischen. 

Zum Jahresanfang schmiede ich gerne Pläne, was ich so alles das Jahr über nähen und stricken möchte. Auch im letzten Jahr hatte ich so eine Liste und dann merkte ich, dass ich die Ziele, die ich mir gesetzt hatte nicht erreichen würde. Damit sank auch die Motivation zu Bloggen. Dazu kam, dass einige Dinge nicht gezeigt werden durften. Wenn es dann so weit ist, ist die Spannung raus darüber zu schreiben.

In diesem Jahr habe ich mir keine Ziele gesetzt. Trotzdem wurde ich mit zwei Challenges angesteckt. Das eine ist eine Challenge in unserem Verein (Patchwork-Treff Berlin-Brandenburg). Wir werden jeden Monat zwei Blöcke vorgestellt bekommen, die wir nähen "müssen". Am Schluss wird aus diesen Blöcken ein Rand für einen Medaillon-Quilt. Die Mitte darf selbst gewählt werden.

Die zweite Challenge ist der GnomeAngel's Bookisch Quilt Challenge. Jeden Monat gibt es ein Thema für ein Buch, das gelesen werden soll, eine Farbe und einen Block. Diese Challenge hat mich angeregt, im Januar gleich 2 Bücher zu lesen und ein weiteres anzufangen. Genäht habe ich den Block jedoch nicht. Dazu mehr später.

Heute möchte ich euch meine neue Jacke vorstellen. 


Im letzten Frühjahr habe ich meine alte Winterjacke aussortiert, damit es keine Ausrede mehr gab endlich eine Jacke zu nähen. Denn eigentlich wollte ich dies schon 2024 machen, nachdem ich ein Buch mit Schnitten in der Bücherei entdeckt und mir dieses später gekauft hatte. Im letzten Herbst habe ich dann alle Zutaten gekauft. Den Schnitt herauzeichnen dauerte dann auch wieder einige Zeit. Da ich mir unsicher war nähte ich erst eine Probejacke. Das war sehr gut, denn wie bei (scheinbar) allen Schnitten waren mir die Armlöcher und die Ärmel zu eng. Ich kenne dies leider auch von gekauften Jacken. 

Nachdem der Schnitt angepasst war, vergingen wieder Wochen. Es wurde kalt und ich hatte immer noch keine Winterjacke. Hätte ich mir doch mal die eine schöne im letzten Jahr im Outlet gekauft. Ich hängte sie damals nur zurück, da ich mir ja eine nähen wollte. 

Im Januar war dann so weit, es wurde kalt und ich machte mich an die Arbeit. Was soll ich sagen. Ich weiß nicht genau, wie ich das Näherlebnis beschrieben soll: Es folgten viele Flüche. Das Futter nähte ich zwei mal, den Reißverschluss musste ich einmal trennen und einen anderen einnähen. Zwischendurch fluchte ich auch auf meine nicht vorhandene Oberweite, denn wie sieht das denn bei dieser Jacke schon wieder aus. Und doch... Ich nähte weiter, hätte sie ja auch verschenkten können. Immerhin war das Material ja auch nicht ganz billig. 

Letzte Woche bin ich fertig geworden. Letztendlich passt sie doch gut und muss nicht verschenkt werden. Dieses Wochenende habe ich sie dann das erst Mal ausgeführt. Und jetzt kann es eigentlich auch weiterhin kalt bleiben, sofern das Eis von den Fuß- und Radwegen verschwindet. Zumindest werde ich ab jetzt eine warme Jacke haben.





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